In Deutschland schnarchen 30 Millionen Menschen, und von diesen wiederum leiden 800.000 unter Atemstillständen beim Schlafen. Solche Atemstillstände können in einer Nacht bis zu 500-mal auftreten. Das heißt auch, dass einige der Betroffenen pro Nacht zusammengerechnet zwei Stunden überhaupt nicht atmen.
Die Folgen können weitreichend sein: von Konzentrationsschwäche, Einschlafneigung bei der Autofahrt (Sekundenschlaf) über hohen Blutdruck (Schlaganfall) bis hin zu Herzbeschwerden (Herzinfarkt) und Potenzstörungen. Über 50% der von Apnoe Betroffenen haben Potenzprobleme. Als Apnoe-Therapie trugen die Patienten bislang während des Schlafes eine Atemmaske, die über einen Schlauch mit einem Gerät zur Überdruckbeatmung verbunden war.
Nach speziellen Fortbildungen ist unsere Praxis nun lizenziert, Patienten mit den neu entwickelten „TAP®-T-Schienen“ zu unterstützen.
Die TAP®-T-Schienen erreichen eine hohe Effektivität: Sie wirken zu über 95% gegen Schnarchen und sind auch bei leicht- bis mittelgradiger Schlafapnoe einsetzbar. Die maschinelle Beatmungs-Unterstützung kann damit entfallen.
Wir arbeiten bei der Schnarchtherapie kollegial im Team zusammen mit Allgemeinmedizinern, Hals-Nasen-Ohren-Ärzten und Schlafmedizinern. Diese stellen die ärztliche Diagnose und verschreiben die TAP®-T-Schiene.
Schnarcher, die unter keinen Atemaussetzern leiden, können sich für die TAP®-T-Schiene auch direkt an uns wenden.
Die Schiene muss dann jedoch privat bezahlt werden, da die Krankenkassen für die Kostenerstattung Wert darauf legen, dass die Schiene auf der Basis einer ärztlichen Diagnose verschrieben wurde.
Die TAP®-T-Schienen bestehen aus zwei Schienen-Teilen: Der Patient setzt nachts je eine Schiene in den Oberkiefer und eine in den Unterkiefer ein. Beide Schienen sind mit einem Verbindungselement verbunden, das eine stufenlose Vorwärtseinstellung des Unterkiefers zum Oberkiefer ermöglicht.
Die TAP®-T-Schienen halten den Unterkiefer in einer leichten Vorschubposition („Protrusion“; daher auch der Name der Schienen). Sie verhindern, dass die Zunge nach hinten sinkt und die im Schlaf erschlaffte Rachenmuskulatur zusammenbricht. Damit werden eine Einengung (Schnarchen) oder der zeitweilige Verschluss der Atemwege mit Atemstillstand (Schlafapnoe) verhindert.
Der Patient fühlt sich nicht beengt, denn der Unterkiefer bleibt weiter beweglich. Außerdem kann der Patient, wenn er möchte, selbstständig den Vorschub des Unterkiefers durch die Schiene verändern. Selbstverständlich können aber auch wir das für ihn tun.
Während Schnarchen durch eine Einengung der oberen Luftwege entsteht, ist Schlafapnoe ein vorübergehender vollständiger Verschluss des Rachens im Schlaf mit Atempausen (Apnoe = griechisch Windstille). Die Struktur des lebensnotwendigen Schlafes wird zerstört. Menschen mit Schlafapnoe kommen nicht in den erholsamen Tiefschlaf. Nach Alkoholkonsum muss der Unterkiefer durch die TAP®-T-Schiene weiter nach vorne geschoben werden, weil die Muskulatur von Kiefer und Zunge durch den Alkohol noch mehr erschlafft ist als sonst.
Das Prinzip ist denkbar einfach und höchst wirkungsvoll: eine Schiene für den Oberkiefer, eine für den Unterkiefer, zusammengehalten durch ein Verbindungselement.
Das Verbindungselement ermöglicht eine stufenlose Vorwärtseinstellung des Unterkiefers zum Oberkiefer. Dadurch wird der Unterkiefer in einer leichten Vorschubposition gehalten. Die Zunge kann so nicht nach hinten sinken, die Rachenmuskulatur nicht erschlaffen.
2006 veröffentlichte die amerikanische Fachgesellschaft für Schlafmedizin die neuen Leitlinien zum Einsatz von intraoralen Geräten („intraoral“ = im Mundinnenraum) bei schlafbezogenen Atmungsstörungen (Sleep, 29.02.2006), die den effektiven Einsatz bei Schnarchen und leicht- bis mittelgradiger Schlafapnoe aufzeigen. Allerdings können nur der spezialisierte Zahnarzt und ein mit diesem zusammenarbeitendes spezialisiertes Dentallabor, die sich in diesem Bereich besonders fortgebildet haben, den für den individuellen Patienten geeigneten Schienentyp bestimmen.
Der Zahnarzt nimmt die Abdrücke des Gebisses vor und zeichnet den erforderlichen Unterkiefervorschub des Patienten auf. Danach wird die Protrusionsschiene dann im speziell lizenzierten Dentallabor hergestellt. Die TAP®-T-Schienen sind also immer für jeden Patienten speziell gefertigte und angepasste Schienen.
Weitere Infos zur Schiene: www.tap-schiene.de